Gemeinsam durchs Leben mit Assistenzhündin PUMA
Assistenzhunde sind Hunde, die in einer speziellen Ausbildung Aufgaben lernen, um ihre Menschen im Alltag zu unterstützen.
PSB-Assistenzhunde sind Assistenzhunde für Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen.
Darunter fallen z.B. Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen, PTBS, FASD, Angststörung, Borderline-Syndrom, Biopolare Störung usw.
Die Bandbreite psychosozialer Beeinträchtigungen ist vielfältig und somit sind auch die Aufgaben des Assistenzhundes sehr individuell und auf die Bedürfnisse seines Menschen abgestimmt.
Das Ziel für den Einsatz eines PSB-Assistenzhundes ist, dass der Mensch eine bessere Lebensqualität bekommt und wieder mehr am sozialen Leben teilnehmen kann.
Diese Hunde geben allein durch ihre Anwesenheit und den speziell erlernten Aufgaben emotionalen Halt, so dass ihre Menschen mehr Sicherheit bekommen und wieder Selbstvertrauen erlangen.
Letztendlich sind es alles Übungen, die positiv aufgebaut wurden und der Hund auf ein bestimmtes Signal ein erlerntes Verhalten zeigt. Ein Signal ist entweder ein Wort- oder Sichtzeichen. Es kann aber auch ein Auslöser direkt zum Signal werden, wie z.B. ein bestimmter Geruch vom Menschen oder das Auftauchen bestimmter Personen, Gegenstände usw. Nimmt der Hund diesen Auslöser wahr, wird er darauf mit einem entsprechend erlernten Verhalten reagieren.
Die Puma ist eine Bereicherung für mein Leben. Sie ist nicht nur ein Hund, sie ist meine beste Partnerin.
Durch die Ausbildung zum Assistenzhund sind wir noch stärker zusammengewachsen. Unsere Bindung hat sich nochmals verstärkt und wir sind zu einem richtig guten Team geworden.
Und dennoch habe ich mich dazu entschieden, meine Assistenzhündin nicht mehr als solche einzusetzen, da ich dem Thema sehr kritisch gegenüberstehe.
Sie soll einfach Hund sein dürfen und ein faires, bedürfnisorientiertes Leben führen können.
Ihre Bedürfnisse, ihre Lebensqualität und ihr Wohlbefinden stehen für mich an erster Stelle. Sie muss und soll keine Funktion erfüllen, sondern darf einfach sie selbst sein.
Somit wird sie bei mir nicht rund um die Uhr als Assistenzhund eingesetzt, sondern nur in wenigen, bestimmten Bereichen und Situationen, die zudem eher selten vorkommen. Sie muss und soll bei mir nicht 24/7 arbeiten.
Ihre Hauptaufgabe in unserem gemeinsamen Leben ist es, einfach Hund zu sein. Während unserem gemeinsamen Trainings haben wir gelernt, als Team zusammenzuarbeiten, sie zeigt mir genau an, wo ihre Bedürfnisse liegen und was sie parallel arbeiten möchte und kann und somit arbeitet die Pumi nur noch, wenn ich ihr die Kenndecke anlege oder gezielt eine Aufgabe von ihr abfrage. Abseits davon ist sie einfach nur ein Hund, aber mein bester Freund im Leben. ❤️
Der Film zeigt einen Teil der Aufgaben eines PSB-Assistenzhundes und Beispiele von Alltagssituationen, bei denen der Hund unterstützen kann, er zeigt nur einige Beispiele. Die Pumi wird in diesem Umfang bei mir nicht eingesetzt, da ich auf ihre Hilfe so nicht angewiesen bin.
Je nach Assistenzhund gibt es auch im Haus bestimmte Übungen und Signale, die sehr hilfreich sein können. Darunter fallen z.B. Türen oder Schubladen öffnen und schliessen, Waschmaschine ausräumen und Wäsche angeben, Gegenstände aufheben und bringen, Handy oder Schlüssel bringen, Licht an- und ausmachen, Notfallknopf betätigen oder Tasche mit Medikamenten bringen und vieles mehr. Ebenso u.a auch Kontaktliegen, Anzeigeverhalten oder den Menschen aufwecken, wenn er träumt.
Ich brauche im Haus keine Hilfe, somit haben wir solche Dinge wie Schubladen öffnen oder aufwecken, Licht anmachen usw. auch nicht zuverlässig trainiert.
Wir haben einiges davon aus Spaß als Trick auf-, aber nicht weiter ausgebaut.
Die Pumi kann die Waschmaschine ausräumen, mir die Wäsche zum aufhängen angeben, ebenso das Handy bringen, das allerdings macht sie sehr zuverlässig und auch die Tasche bringen, sämtliche Gegenstände aufheben und angeben, sowie Geschirr und Leine bringen und einiges mehr.
Copyright: Pumikka – Gemeinsam durchs Leben, Tina Müller